Heutzutage gibt es erstaunlich viele Möglichkeiten einer ungewollten Schwangerschaft vorzubeugen. Was aber haben die Menschen vor hunderten von Jahren gemacht? An Einfallsreichtum mangelte es ihnen gewiss nicht.
Geschichtsentwicklung
Es gibt bereits 2000 v. Chr. Hinweise auf angewandte Empfängnisverhütung der Ägypter. Hierbei handelt es sich um eine Mischung aus den Samen des Granatapfels und Wachs, die zu einem Kegel geformt wurde und offensichtlich den Eisprung verhindern sollte.
Auch weist ein 1500 v. Chr. geschriebenes Handbuch auf Ideen zur Empfängnisverhütung mit dem Namen “Papyrus Petri” hin. Darin wird ein Tampon, zusammengesetzt aus Datteln und arabischem Gummi, beschrieben, der die Befruchtung der Frau drei Jahre verhindern sollte.
Ende des 16ten Jahrhunderts wurden Kondome als Schutz vor sexuell übertragbaren Krankheiten genutzt.
Bis zum Anfang des 19ten Jahrhunderts wurden Schwimmblasen von Fischen und getrocknete Därme zur Emfpängnisverhütung verwendet.
Erst im 19ten Jahrhundert gab es die ersten Kondome aus Gummi. Sie hatten eine Längsnaht und waren bis zu 2 Millimeter dick. Zum Vergleich: unser heutiges Latexkondom ist etwa 0,06m dick.
Verhütung wird zur Sache der Frau
Die Knaus-Ogino-Verhütungsmethode oder so genannte Kalendermethode wurde Anfang der 1930er Jahre erfunden. Dadurch wurde es Frauen möglich, ihre fruchtbaren Tage zu bestimmen. Heutzutage wird diese Art der Verhütung allerdings als unsicher eingestuft.
Die Erfindung der Pille
1960 kam die erste Antibaby-Pille in Amerika auf den Markt. Ein Jahr später wurde sie auch in Deutschland zugelassen, anfangs allerdings nur für verheiratete Frauen. Nach Protesten wurde die Pille dann jedoch ein paar Monate später für alle Frauen zugänglich gemacht. Ab diesem Zeitpunkt konnten Frauen selbst über eine Schwangerschaft entscheiden.
Die Dosierung der Pille hat sich mit der Zeit weiterentwickelt und verbessert, es gibt sogar eine Minipille, die gar keine Östrogene enthält. Die Pille zählt heute zu dem beliebtesten Verhütungsmittel geworden und bald soll es sie auch für den Mann geben.